Digital Signage Content – worauf es ankommt

Erfolgreiche Digital Signage Werbung hängt nicht nur von einer erstklassigen Hardware und einer reibungslos funktionierenden Software ab, sondern auch vom richtigen Content. Was bei der Contenterstellung zu beachten ist, haben wir in aller Kürze zusammengefasst.

 

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Inhalte gut lesbar sind, die Farben sollten einen ausreichenden Kontrast aufweisen (gelbe Schrift auf einem weißen Hintergrund ist beispielsweise nicht lesbar). Der Inhalt sollte übersichtlich gestaltet und nicht mit Informationen überladen sein. Kunden sehen die Inhalte oft nur für einen kurzen Moment, da sie sich bewegen und nicht wie gebannt auf einen Bildschirm schauen. Daher müssen alle wichtigen Informationen auf einen Blick erfassbar sein. Ein Fehler, der oft gemacht wird, ist, dass für Digital Signage Content einfach die Plakatwerbung verwendet wird, diese ist aber oft zu ausführlich und mit zu vielen Informationen gestaltet. Kürzen und komprimieren ist daher das oberste Gebot.  

 

Des Weiteren sollten die verwendeten Bilder und Videos natürlich eine hohe Pixelanzahl aufweisen und absolut scharf sein. Verwendete Schriftarten und -größen sollten gut lesbar sein. Hier bietet es sich im Zweifel an, den Content vor Ort zu testen. 

 

Generell sollte der Content abwechslungsreich gestaltet sein und nach maximal 10 Sekunden wechseln. Kunden sammeln viele verschiedene Eindrücke während des Einkaufens und niemand bleibt 5 Minuten vor einem Bildschirm stehen, um sich eine Produktpräsentation anzusehen. Es geht um die emotionale Ansprache, die Bewerbung von aktuellen Angeboten und um Inspiration. 

 

Es gibt verschiedene Contenttypen, wie Bilder, Videos etc., die ausgespielt werden können. Grundsätzlich lassen sich diese in Hinblick auf die Marken- oder Produktpositionierung unterteilen. Zur Markenpositionierung eignen sich Videos oder animierte statische Bilder besonders gut. Videos führen eher zur Emotionalisierung, sie sorgen für die richtige Stimmung am POS, tragen zum Markenerlebnis bei. Bereits vorhandene Kampagnenvideos können hier hervorragend genutzt werden. Auch Templates, die Social Media Inhalte ausspielen, kommen in Frage um die eigene Marke, die Kunden und die Community nochmals hervorzuheben. Zur Produktpositionierung eignen sich Produkt- oder Outfittemplates hervorragend. Produkt Templates sind eher informativ. Sie zeigen welches Produkt in welchen Farben und Größen vorrätig ist. Oft werden Bildschirme, die Produkttemplates ausspielen direkt auf dem Warentisch platziert.  Outfittemplates inspirieren durch fertige Looks und zeigen auf Knopfdruck die zugehörigen Kleidungsstücke an. Bei beiden Templates kann der Erfolg der Ausspielung sehr einfach anhand der Abverkaufszahlen der Produkte überprüft werden. Unsere Digital Signage Software soviaRetail speichert genau wann welche Promotion ausgespielt wurde. Die Ergebnisse können dank Microsoft Azure Insights in Zusammenhang mit den Abverkaufsquoten analysiert werden. 

Die folgenden goldenen Regeln fassen alle Punkte noch einmal kurz und knackig zusammen:

1. Nur 5 bis 6 Wirkelemente

a. Ein Primärelement muss als Held erkennbar sein und die Darstellung prägen

2. Mega Ebene ansprechen

a. Stets einfach strukturierte Bildelemente zeigen

b. Reduzierte Aussagen treffen

c. Schnelles Erkennen und nachhaltiges Erinnern sind damit gewährleistet

3. Sichtbare Akzente setzen

a. Kontrastreiche Farben verwenden

4. Spannende Inszenierung

a. Auf dramatische Bildausschnitte achten

b. Fokussierte Darstellungen verwenden

c. Markensymbole nicht überlagern

5. Wenige Worte sind genug

a. Summe aller Werbe-Worte (ohne Claim) auf fünf begrenzen

b. Zwingt zur Präzision und Aussagen Verdichtung

c. Toleranz: zwei bis drei zusätzliche Worte

6. Marke selbstbewusst zeigen

a. Marke ist immer eindeutig erkennbar#

b. Produktfoto Größe mindestens 40% der Formathöhe

7. Lesbarkeit zählt

a. Headlines: mindestens 12% bis 15% der Formathöhe

b. Sublines / Bulletpoints: 7% bis 10% der Formathöhe

Quelle IKAO